Filtrationssysteme
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für eine erfolgreiche Filtration

Membranplatten auswechselbar Überhang leere Kammer

Die auswechselbare Membranfilterplatte »Überhang Leere Kammer« ist eine Weiterentwicklung der verschweißten Membranfilterplatte. Sie enthält die wesentlichen Vorteile der verschweißten Ausführung.

Wie alle auswechselbaren Klinkau Membranfilterplatten ist auch dieses Design für das Nachpressen in die leere Kammer geeignet.

Wegen des einfachen und robusten Designs ist diese Ausführung der bevorzugte Membranplattentyp für alle Wasser- und Abwasseranwendungen. Auch nach langjährigem Einsatz kann die Membrane innerhalb von wenigen Minuten einfach ausgetauscht werden, auch bei altersbedingtem Schrumpf oder Quellung des Membranplattenträgers.

Obwohl diese Membranplattenausführung ursprünglich für Wasser- und Abwasseranwendungen konstruiert wurde, hat sie sich in verstärktem Umfang in der chemischen Industrie bei extrem chemisch aggressiven Trüben durchgesetzt, primär aufgrund der einfachen und kostengünstigen Auswechselbarkeit der Membrane. Eine zusätzliche Befestigung der Membrane auf dem Träger im unteren Dichtrand verhindert ungewolltes Austreten von nicht vollständig abgesaugtem Nachpresswasser.

Vorteile Membranplatten auswechselbar Überhang leere Kammer

  • Nachpressen in eine leere oder unterfüllte Kammer möglich
  • Einfachste Austauschbarkeit der Membrane auch noch nach Jahren
  • Austausch der Membrane innerhalb der Filterpresse möglich
  • Hohe chemische Beständigkeit durch variable Werkstoffwahl

Technische Daten

Format 470, 800, 1000, 1200, 1300, 1500 mm, 1,5 x 2m, 2 x 2 m
Größere und anders dimensionierte Formate auf Anfrage.
Einlauf-Position Zentraleinlauf, Dezentraler Einlauf, Eckeinlauf, außen liegender Einlauf
Andere Einlaufpositionen können gemäß individueller Anforderungen gestaltet werden.
Druck Standardprodukte sind geeignet für einen maximalen Filtrationsdruck von 7 bar und einen maximalen Nachpressdruck von 16 bar.
Anfertigungen für höhere Fitrations- und Nachpressdrücke sind erhältlich.
Temperaturen Die maximal zulässige Filtrationstemperatur ist u. a. von dem Filtrationsdruck, dem Nachpressdruck, der chemischen Zusammensetzung der zu filtrierenden Trübe, der Zykluszeit und der Werkstoffwahl abhängig.
Werkstoffe Membranen werden aus folgenden Materialien hergestellt:
Polypropylen, Polypropylen Modifikationen, PVDF und auch eigene speziell entwickelte Membranwerkstoffe.
Kombinationen verschiedener Werkstoffe für den Membranträger und Membrane möglich.

Zur Technologie

Bei den auswechselbaren Membranfilterplatten wird wie bei den verschweißten Membranfilterplatten die unproduktive Phase der Druckfiltration durch das Nachpressen mit der Membrane ersetzt. Die Filtrationsphase wird somit ausschließlich im leistungsstarken Bereich gehalten. Hierdurch wird die Filtrationsdauer erheblich verkürzt.

Die Konstruktion der auswechselbaren Klinkau Membranfilterplatten in der Ausführung Überhang baut auf einer Trennung der Funktion der Membrane einerseits und der Trägerplatte andererseits auf. Der Membranträger übernimmt die mechanischen Anforderungen der Kammerfilterplatte. In seiner konstruktiven Auslegung ist der Membranträger so gestaltet, dass die Membrane während des Filtrationsvorganges abgestützt wird. Der Träger der Membranplatte ist profiliert, damit die Membrane nicht vollflächig auf dem Träger anliegt.

In der Ausführung Überhang ist die Membrane mit dem Träger lose verbunden und lediglich im Einlaufbereich mit einer Stahlverschraubung fixiert. Diese Ausführungen ermöglichen einen leichten und problemlosen Wechsel der Membrane. Die Membranfilterplatte muss nicht aus dem Pressengestell entnommen werden, was im Falle einer Obenaufhängung einen erheblichen Vorteil darstellt.

Die Klinkau Membranfilterplatten sind mit zwei Biegelinien ausgestattet. Dadurch wird die Biegespannung im Scharnierbereich sowohl während der Filtrationsphase als auch während des Nachpressens so gering wie möglich gehalten, was sich positiv auf die Lebensdauer der Membrane auswirkt.

Mit diesem System ist ein Nachpressen auch in eine leere oder unterfüllte Kammer möglich, ohne die Membrane zu beschädigen.