Filtrationssysteme
Maßgeschneiderte Lösungen
für eine erfolgreiche Filtration

Spezielle Lösungen

Das Anwendungsspektrum für Klinkau Filterelemente ist äußerst umfangreich, sodass diese auch bei der Produktion von Nischenprodukten zum Einsatz kommen. Anwendungen wie Karotin-Extraktion mit Methanol bei -15°C, Carragenan-Extraktion aus Meeresalgen mit extrem dünnen Gelkuchen, Tartratgewinnung aus Weintrub sowie die Fischölfraktionierung stellen hohe Ansprüche an die verwendeten Werkstoffe und die Konstruktion der Filterelemente. Viele dieser Anwendungen kommen aus dem Bereich der Pharmazeutischen Industrie wo besonders hohe Anforderungen an Hygiene und Sterilität gestellt werden. Klinkau Filterelemente erfüllen all diese Anforderungen. In besonderen Fällen können Werkstoffe mit FDA Zulassung geliefert werden.

Spezielle Lösungen Details

Blutplasma

In der Blutplasma-Filtration werden hauptsächlich Platten & Rahmen und Membranfilterelemente eingesetzt. Durch die besonderen hygienischen Anforderungen werden Klinkau Filterelemente in spezieller Ausführung und speziellem Werkstoff eingesetzt, die für die meist kalten Temperaturbereiche geeignet sein müssen. Um den hygienischen Anforderungen gerecht zu werden, werden Filterelemente für diesen Anwendungsbereich mit besonderen Oberflächengüten gefertigt.

ExSchutz

Filtrationsprozesse, bei denen explosive Gasgemische entstehen können, unterliegen den ATEX – Richtlinien. Diese beinhalten, dass Filterelemente ausschließlich mit dauerhaft antistatischer Eigenschaft eingesetzt werden und geerdet werden müssen. Für diese Anwendungen hat Klinkau entsprechende Materialrezepturen entwickelt, speziell für Membranen, die hierfür zugelassen sind, und für die Schutzrechte bestehen. Somit kann Klinkau für alle ATEX–Klassen die gewünschten Filterplattenausführungen inklusive Membranfilterplatten liefern.

Carragenan

Carragenan ist ein Polysaccharid, welches aus Meeresalgen extrahiert wird. Nach Reinigung des Extraktes wird das Carragenan-Gel mit Kaliumchlorid ausgefällt und die feinsten Gelpartikel in Membranfilterpressen entwässert. Da diese Partikel extrem komprimierbar sind, muss die Filtration und das Nachpressen äußerst schonend mit nur niedrigen Drucksteigerungsraten durchgeführt werden. Bei einem Nachpressen mit 16 bar lassen sich TS-Gehalte von bis zu 25 % erreichen. Das bisher praktizierte mehrstufige Entwässerungsverfahren mit mechanischen und hydraulischen Pressen wird in zunehmendem Maße durch die Entwässerung mit Membranfilterpressen ersetzt. Filtration und Nachpressen erfolgen in einem Verfahrensschritt und dadurch entfallen Arbeitsschritte, welche das Produkt verunreinigen können. Der Einsatz der Membranfilterpresse stellt eine hygienisch einwandfreie Produktion sicher.

TCD Thermische Kuchentrocknung

In vielen Anwendungsbereichen werden die entwässerten Feststoffe durch thermische Trocknung auf den verwendungsspezifischen TS-Gehalt gebracht. Dies erfordert Materialhandling und -transport. Trocknungsanlagen herkömmlicher Bauweise verursachen hohe Energiekosten. Je nach Wirkungsgrad können zusätzlich hohe Energieverluste entstehen. Durch den Einsatz von Klinkau Wärmetauscherelementen in einer Filterpresse werden die Prozeßschritte Filtration, Nachpressen und thermische Trocknung in lediglich einem Anlageteil durchgeführt. Dieses Verfahren ist daher besonders bei der Entwässerung von gesundheitsschädlichen Trüben geeignet, da die Emission der toxischen Feststoffe, die während der Trocknung entstehen, reduziert wird. Da die Trocknung bereits in der Filterpresse durchgeführt wird, entfällt der Transport des entwässerten Filterkuchens in die Trocknungsanlage. Weiterhin trägt das TCD –Verfahren zur erheblichen Einsparung der Entsorgungskosten bei, da durch die Hochtrocknung (falls erforderlich über 90%) das Gewicht des zu entsorgenden Filterkuchens reduziert wird. Dies verringert anfallende Transport- und Sonderdeponiekosten. Das TCD-Verfahren wird ebenso in der Produktfiltration eingesetzt, wenn besonders trockene Filterkuchen gefordert werden. Bestehende Filterpressen können problemlos auf ein TCD-System umgebaut werden. Voraussetzung ist lediglich die Verfügbarkeit von 2,5 bar Sattdampf. Falls eine eigene Dampfversorgung nicht verfügbar ist, bieten sich mobile Dampfgeneratoren an.